Sie sind hier: Chirurgie > Weichteilchirurgie > Kastrationen > Kastration der Hündin 

Kastration der Hündin


Eine Kastration kann bei der Hündin als klassischer chirurgischer Eingriff durchgeführt werden oder als minimal-invasiver Eingriff mit einer endoskopischen Operationstechnik. Die endoskopische Kastration wird auch als laparoskopische Kastration bezeichnet. Als Laparoskopie wird die Betrachtung der Bauchhöhle mit Hilfe eines optischen Spezialgeräts, dem Endoskop, bezeichnet.

Lesen Sie mehr zur endoskopischen Kastration.

Für eine Kastration der Hündin sprechen eine ganz Reihe von Gründen. Viele Probleme, die die Haltung einer Hündin mit sich bringen, werden durch eine Kastration gelöst.

  • Die Gefahr von unerwünschtem Nachwuchs ist gebannt. Der Zyklus kommt zum Erliegen. Die Blutungen hören auf. Die Hündin ist ausgeglichener und für Rüden nicht mehr attraktiv.
  • Die Hündin wird nicht mehr scheinträchtig. Eine stark ausgeprägte Scheinträchtigkeit stellt für die Hündin eine körperliche und seelische Belastung dar.
  • Das Risiko für Tumorerkrankungen wird durch eine Kastration gesenkt. Der schützende Effekt ist am größten, wenn kurz vor oder kurz nach der ersten Läufigkeit kastriert wird. Die geistige und körperliche Entwicklung ist zu diesem Zeitpunkt weitgehend abgeschlossen.
  • Auch bei einer Diabetes mellitus Erkrankung ist zu einer Kastration zu raten. Der Verlauf der Krankheit wird durch die Veränderungen im Hormonhaushalt günstig beeinflusst. Auch das Krankheitsrisiko an sich wird gesenkt.


Trotz der Vorteile gibt es jedoch auch weniger erwünschte Nebeneffekte. Dazu zählen folgende Punkte:

  • Der Stoffwechsel Ihrer Hündin verändert sich und verbraucht weniger Kalorien zur Deckung des Energiebedarfs. Durch eine angepasste Fütterung können Sie verhindern, dass Ihre Hündin an Gewicht zulegt. Wir beraten Sie gerne zur Fütterung. Viel Bewegung an der frischen Luft tut ihr übriges und fördert die allgemeine Gesundheit Ihrer Hündin.
  • Bei manchen Rassen wird das Fell nach einer Kastration etwas weicher, länger und seidiger.
  • Schwere, große Hündinnen oder Hündinnen, die erst spät kastriert werden, neigen manchmal zu Harnträufeln. Das ist unangenehm für das Tier und den Halter, kann aber durch eine leichte Medikamentengabe weitgehend beseitigt werden.

In manchen Fällen muss eine Kastration aus medizinischen Gründen durchgeführt werden, um die Gesundheit Ihres Tieres nicht weiter zu gefährden. Eine Gebärmuttervereiterung und Eierstocktumoren sind häufige Gründe. In diesen Fällen wird neben den Eierstöcken in einer Operation auch die Gebärmutter komplett entfernt.