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Kastration des Rüdens

Im Gegensatz zu Hündinnen werden Rüden weniger oft kastriert.

Zeigt ein Rüde jedoch ein ausgeprägtes Sexualverhalten mit Streunen und Aggressivität, was seine Haltung und Erziehung erheblich erschwert, ist über eine Kastration nachzudenken. Nicht immer erleichtert jedoch eine Kastration automatisch die Haltung des Rüdens. Manche störenden Verhaltensweisen des Hundes haben auch andere Ursachen. Wir beraten Sie gerne und umfassend und ziehen bei Bedarf einen erfahrenen Hundetrainer zu Rate.

Neben Verhaltensproblemen können Erkrankungen des Genitalapparats eine Kastration medizinisch notwendig machen. Dazu zählen Tumoren an Hoden und Zirkumanaldrüsen sowie wiederkehrende Entzündungen, Abszesse und Zysten an der Prostata. In diesen Fällen ist eine Kastration oft unumgänglich.

Eine Kastration beim Rüden ist weniger altersabhängig als bei der Hündin. Sie ist nahezu jederzeit möglich, wenn nicht andere Gründe, z.B. ein erhöhtes Narkoserisiko, dagegen sprechen. Allerdings sollten junge Hunde nicht vor ihrer Geschlechtsreife kastriert werden, um die normale körperliche Entwicklung nicht zu beeinträchtigen.